Lebendige Zentren

Lebendige Zentren ist ein Programm zur Revitalisierung städtischer Kerne,
das Strukturwandel fördert und kulturelles Erbe bewahrt

Lebendige Zentren

Um den Strukturwandel zu bewältigen, der sich stark auf die Innenstädte auswirkt, setzt die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen und den Kommunen Fördermittel ein, um städtebauliche Gesamtmaßnahmen zur Stärkung, Aufwertung und Revitalisierung der Ortskerne durchzuführen. Dies geschieht in drei großen Städtebauförderprogrammen, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte abdecken. „Lebendige Zentren“ fokussiert sich auf zeitgemäße Weiterentwicklung der historischen Altstädte, unter Berücksichtigung des städtebaulichen Denkmalschutzes. Die Kosten werden dabei zu je einem Drittel vom Bund, Land und der Kommune getragen. Sontra wird also für alle in diesem Förderzeitraum umgesetzten Projekte einen Zuschuss von rund 67% erhalten.

Die Fördermittel können für verschiedene Maßnahmen im Bereich der Stadt- und Ortsentwicklung verwendet werden. Dazu gehören bauliche Maßnahmen zur Erhaltung historischer Gebäude und Ensembles sowie zur Anpassung an den Strukturwandel in den Stadt- und Ortskernen. Auch die Sicherung der Versorgungsstruktur, die Modernisierung der vorhandenen Bausubstanz, die Verbesserung der städtischen Mobilität und die Entwicklung des öffentlichen Raums werden unterstützt. Neben investiven Maßnahmen sind auch Konzepte und Studien förderfähig.
Zusätzlich sollen Quartiers- und Citymanagement gefördert und die Beteiligung von Nutzern und Immobiliengemeinschaften unterstützt werden.

Das Ziel ist es, Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Nahversorgung besser miteinander zu verknüpfen und gleichzeitig das historische Stadtbild zu erhalten und weiterzuentwickeln. Sontra gelang im Jahr 2019 die Aufnahme in „Lebendige Zentren“ (bis 2020 noch unter dem Namen „aktive Kernbereiche“). Mit der Erarbeitung des ISEKs in 2020/21 wurde die Basis für die kommenden zehn Jahre Innenentwicklung der Kernstadt gesetzt. In 2022 wurde die BIG Städtebau als Fördergebietsmanagement beauftragt und die Arbeit an der Umsetzung der Einzelmaßnahmen gestartet.

Eine der Aufgaben des Fördergebietsmanagements ist unter anderem, zusätzliche Fördermittel zu akquirieren. Das ist wichtig, da der Stadtumbau nur nachrangig fördert (also nicht fördert, wenn es alternative Fördermöglichkeiten gibt) und es angrenzend an Maßnahmen in Lebendige Zentren immer wieder (Teil-)Maßnahmen gibt, die in diesem Programm nicht gefördert werden können. Es gibt immer wieder Aufrufe für unterschiedlichste Förderprogramme des Bundes oder des Landes Hessen, die spezialisiert auf verschiedene Fördergegenstände ausgelobt werden. Die ausgearbeiteten Einzelmaßnahmen im ISEK sind hier eine sehr gute Bewerbungsgrundlage, da bereits viele Ideen formuliert und ausgearbeitet sind, so dass eine Bewerbung oft ohne großen Aufwand durchführbar ist.

Koordinierung der Förderprozesse und Beteiligung der Stadtbevölkerung

In regelmäßigen Abständen trifft sich die Lenkungsgruppe im Rathaus: besetzt mit Vertretern aus der Verwaltung und dem Bürgermeister, sowie dem Fördergebietsmanagement der BIG Städtebau berät diese Gruppe zum aktuellen Stand der Gesamt- und Einzelmaßnahmen und arbeitet dem Magistrat für die notwendigen Beschlüsse zu. Außerdem wird hier über die zukünftigen Projekte beraten, da in jedem Jahr ein neuer Fördermittelantrag gestellt werden muss. Dabei müssen die geplanten Maßnahmen und der städtische Haushalt aufeinander abgestimmt werden. Bei Bedarf berichtet die Gruppe vor den städtischen Fachausschüssen.
Zusätzlich gibt es die „Lokale Partnerschaft“. Ihr gehören Vertreter der Stadtgesellschaft an: Vereinsvorstände, engagierte Bürger, Vertreter von Verbänden und Fraktionen.

Einmal im Jahr wird die Lokale Partnerschaft über den Ablauf des zurückliegenden Jahres informiert und bekommt einen Ausblick auf den nächsten zu stellenden Förderantrag. Dabei soll wichtiges Feedback eingeholt und gleichzeitig die aktuellen Vorhaben in die jeweiligen Wirkungskreise der Teilnehmer getragen werden. Gelegentlich wird die Gruppe zwischendurch zur Beratung von Maßnahmen mit starkem öffentlichem Interesse einberufen.

Bei wichtigen Prozessen von hoher Bedeutung für die Stadtbevölkerung wird die Öffentlichkeit über die Presse aufgerufen sich an Sitzungen, Informationsveranstaltungen oder konkreten Beteiligungsschritten einzelner Projekte zu beteiligen.

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