Die Sontraer Innenstadt leidet unter einem breit gefächerten Attraktivitätsverlust, der sich aus diversen Faktoren ergibt: Das Abwandern des Einzelhandels, Leerstände und Sanierungsstau und eine dadurch bedingte niedrige Frequentierung des öffentlichen Raumes sorgen für eine fortschreitende Verödung.
Das Gestaltungskonzept Innenstadt ist ein Baustein, um diesem Trend entgegenzuwirken, indem der öffentliche Raum im Hinblick auf Nutzungsangebote flächendeckend qualifiziert wird. Flächendeckend heißt in diesem Fall, dass ein Netz an punktuellen Umgestaltungen und Aufwertungen das gesamte Erscheinungsbild der Altstadt stärkt, vielfältige differenzierte Aufenthaltsangebote generiert und so die Weichen für eine Belebung der Innenstadt stellt.
Das Gestaltungskonzept setzt auf zwei räumlichen Ebenen an: einerseits die Aufwertung der Geschäftsbereiche Niederstadt / Herrenstraße / Bahnhofstraße, andererseits in den Wohnbereichen der gesamten Innenstadt.
Das Gestaltungssystem für die Geschäftsbereiche bereitet die lineare Möblierung und Ausstattung entlang der Fahrbahn- und Gehwegbereiche sowie die Differenzierung von Oberflächen und Fahrbahnverschwenkungen vor. Sie identifiziert in den innerstädtischen Straßenräumen und Hausvorbereichen Potenzialflächen für eine Aufwertung und Herstellung von Aufenthaltsangeboten und entwickelt ein flexibles Möblierungssystem, das dann sukzessive in Eigenregie der Stadt Sontra umgesetzt werden kann. Auf diese Weise entstehen Aufenthaltsangebote für die Nachbarschaften in der Innenstadt Sontras; Räume für ein kurzes „Schwätzchen“ oder ein abendliches zum Treffen unter Nachbarn. Diese Räume müssen nicht groß sein, solange sie ein attraktives Nutzungsangebot bereitstellen. Wichtig ist aber, dass diese Orte punktuell in der gesamten Innenstadt Sontras entstehen